
Ein temporärer Frühlingsmarkt soll vom 6. März bis zum 4. April das vordere Erdgeschoss des ehemaligen SportScheck auf der Langgasse 5 bis 9 nutzen. Die Stadtverwaltung organisiert die Zwischennutzung nach dem Adventsmarkt im Dezember und will mit erweitertem Angebot und Programm die Innenstadtbelebung fortsetzen.
Markt, Fläche und Beteiligte
Der Markt läuft montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr. Veranstaltet wird er vom städtischen Citymanagement in Kooperation mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden als Eigentümerin des Gebäudes und weiteren Partnern. Auf der freigeräumten Verkaufsfläche präsentieren sich 32 Händlerinnen und Händler, darunter Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer sowie Künstlerinnen und Künstler. Ergänzend nehmen zehn Winzerinnen und Winzer aus dem Rheingau teil.
Die Veranstalterinnen und Veranstalter haben das Areal gegenüber dem Adventsmarkt verändert: Durch das Entfernen einer früheren Schaufensterrückwand ist eine breite Fensterfront entstanden. Die neue Vinothek wird direkt an dieser Fensterfront eingerichtet, damit Besucherinnen und Besucher Weine probieren und kaufen können. Eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken sowie Stühle und Tische im Außenbereich sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen.
Programm und Angebote
Der Frühlingsmarkt verbindet regionalen Handel und Genuss mit Kultur und Mitmachaktionen. Regelmäßige Formate sind Afterwork Veranstaltungen an Donnerstagen sowie offene Weinproben mit regionalen Winzern freitags von 17 bis 19 Uhr. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops und Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene, darunter Aquarell Workshops, Keramik Workshops und Textildruckaktionen.
Zu den bereits angekündigten Terminen zählen ein Aquarell Workshop am 7. März, ein Kinder Workshop zum Drahtbiegen am 11. März, ein Blumenverkauf zum Frühlingsanfang am 21. März sowie ein verkaufsoffener Sonntag am 22. März. Kinderschminken ist am 28. März geplant. Der Markt endet am Samstag, 4. April.
Zwischennutzung als erprobtes Instrument
Die Stadt sieht Zwischennutzungen als Mittel, um Leerstand sichtbar und erlebbar zu halten. Bürgermeisterin Christiane Hinninger betonte, der Frühlingsmarkt setze ein Zeichen für eine lebendige Innenstadt und zeige das Potenzial der Immobilie. Baudezernent Andreas Kowol wies darauf hin, dass solche Flächen jungen Unternehmen die Möglichkeit geben, Konzepte zu testen und weiterzuentwickeln.
Citymanager Jens Ackermann verwies auf die Adventspremiere im Dezember 2025, die laut städtischer Darstellung positiv aufgenommen wurde und zur Fortentwicklung des Formats geführt habe. Nach dem Frühlingsmarkt sind weitere Zwischennutzungen geplant: Ab Mai sollen im Rahmen des World Design Capital Projekte aus dem Raum Wiesbaden in mehreren Stationen präsentiert werden. Die Erfahrungen aus den temporären Nutzungen sollen dabei helfen, eine langfristige Nutzung der Immobilie zu entwickeln.
Besucherinnen und Besucher können den Markt vor Ort kurz bewerten und Anregungen zur Weiterentwicklung einreichen. Die Veranstalterinnen und Veranstalter bezeichnen die Zwischennutzung als Teil eines größeren Ansatzes, Leerstand in Chancen für Handel, Kultur und neue Geschäftsideen umzuwandeln.
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